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Leserbrief zu WZ von heute "Gemeindehallen geeigneter"

Die Kleinkunstbühne Mons Tabor und auch der Kultursommer Rheinland-Pfalz respektieren die Entscheidung von Kirchengemeinden, ihr Gotteshaus nicht für Konzerte zu öffnen. Dies muss jede Pfarrgemeinde für sich entscheiden und ist nicht zu beanstanden. Einige Äußerungen bedürfen jedoch einer sachlichen Richtigstellung: 1. Es gibt Pfarrgemeinden, die dem teilweise drastischen Mitgliederschwund unter anderem dadurch begegnen, in dem sie ihr Gotteshaus für "Weltmusik" öffnen. Diese Entscheidung sollte auch akzeptiert werden. 2. Internationale Folkgruppen die im Rahmen unserer Konzertreihe "Musik in alten Dorfkirchen" auftreten, werden danach ausgesucht, ob ihre Musik als Botschafter ihres Heimatlandes auch in unsere Dorfkirchen passt. In 5 Jahren hat sich bisher noch kein einziger Konzertbesucher aus diesem Anlass beschwert. 3. Es ist unstrittig, dass Kunst und Kultur auch im Westerwald zu einem wichtigen Wirtschafts- und Standortfaktor geworden sind. Viele leben in und von der Kultur. Ansiedlungswillige Unternehmen prüfen nicht nur Verkehrswege und Bildungsangebot einer Region, sondern auch das Kulturprogramm. 4. Im Zusammenhang mit Kultursommer-Veranstaltungen von "wirtschaftlichem Erfolg" und "rein kommerziellen Absichten" zu sprechen, zeugt von wenig Sachverstand. Der Kultursommer kommt nur für Kosten auf, die durch die Einnahmen nicht zu decken sind. "Musik in alten Dorfkirchen" ist zu etwa 1/3 auf Mittel des Kultursommers und des Sponsors angewiesen, um die hohen Kosten eines internationalen Konzertprogrammes tragen zu können. Als Mitglied der katholischen Kirche bin ich sicher, dass Gott unsere Musik aus Amerika, Osteuropa, Irland oder Griechenland gefällt und er sie gerne in "seinem Haus" hör. Wie heißt es doch so treffend in einem Kirchenlied: "...singend lasst uns vor ihn treten, mehr als Worte sagt ein Lied".