Information zum Thema "Corona-Virus" mit Stand 30.6.2020:

Alle Veranstaltungen bis Ende Oktober 2020 sind abgesagt!

Unsere nächste Veranstaltung ist das Folk&Fools-Festival im November!

 

News/ Veröffentlichungen

Wir dürfen uns von dem elenden Virus die in 30 Jahren aufgebaute Vielseitigkeit des Kulturangebotes im Westerwald nicht kaputt machen lassen! Nach 3 Monaten ohne Veranstaltungen und meist ohne Einnahmen ist unsere mühsam von vielen kreativen Köpfen aufgebaute Kulturlandschaft in Gefahr. Aber ohne die damit verbundenen kreativen Impulse und die vielschichtigen Formen anspruchsvoller Unterhaltung wird die Region es nach Corona schwer haben wieder auf die Beine zu kommen. Das stellt die Kleinkunstbühne Mons Tabor fest. Doch der Blick in der Region geht nach vorne…nicht nur in der Kleinkunst!

Noch fragen sich aber im gesamten Westerwald Kulturschaffende in unterschiedlichen Bereichen, Künstlerinnen und Künstler, Inhaberinnen und Inhaber kleiner Betriebe der Kulturwirtschaft sowie viele Vereine, die Veranstaltungen durchführen, wie es denn nun weitergehen kann. Einige sorgen sich um das nackte Überleben.

Von Corona zurück in die bewegte Zeit des Flower-Power der 70er Jahre. Zumindest bei der 30. Ausgabe des Westerwälder Kleinkunstfestivals FOLK & FOOLS am 20. und 21.11.2020. Dort wird am zweiten Abend zu einem gleichnamigen „Special“ eingeladen. Das Festival in der Stadthalle Montabaur unterstreicht damit wieder seinen Ruf, immer etwas Anderes zu bieten und dabei nach 3 Jahrzehnten lebendig zu bleiben. Dazu laden die Kleinkunstbühne Mons Tabor und die Stadt Montabaur gemeinsam ein. Diesmal wieder mit jeweils zwei tollen Programmpunkten an zwei Tagen hintereinander. Beginn ist jeweils um 20.00 Uhr. Der Kartenvorverkauf beginnt am 19.10. Unterstützt wird das Festival vom Land Rheinland-Pfalz sowie der Sparkasse Westerwald-Sieg und der EVM.  

Zum Auftakt am Freitag, 21.11. bietet die Kleinkunstbühne einen ebenso außergewöhnlichen wie hochrangigen Kabarett- und Comedyabend. In seinem sechsten Programm

Die Hoffnung stirbt zuletzt! Und noch gibt es Hoffnung, dass einige Konzerte der diesjährigen 25. Jubiläumsreihe von „Musik in alten Dorfkirchen“ stattfinden können. Geplant ist, dass am Sonntag, 30.8.2020 mit YXALAG eine europäische Klezmerband, die die Musikwelt durch ihre ungestüme Leidenschaft bei bestechender Präzision begeistert. Das Konzert beginnt um 17.00 Uhr in der Evangelischen Kirche in Höhr-Grenzhausen.

„Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft“ wusste schon Wilhelm von Humboldt. Und so suchen die 7 Musikerinnen und Musiker der Band YXALAG  nach neuen Spielarten des Klezmer. Dies aber nicht ohne sich von den großen Klezmer-Kings der Vergangenheit inspirieren zu lasen.  Hier trifft Klezmer auf Swing, Balkan auf Klassik, Polka auf vertrackte Rhythmen, Melancholie auf Witz, Intimität auf orchestralen Sound. Am Ende des Konzertes bleibt wohl auch im Westerwald das Gefühl, Teil eines besonderen Moments gewesen zu sein.

Viele Veranstaltungen, Festivals, Konzerte und Ausstelllungen wurden in den vergangenen Wochen auch im Westerwald wegen der Corona-Pandemie verschoben oder abgesagt und weitere werden vermutlich folgen. Für die Kulturschaffenden, die Künstler_innen und die Veranstalter_innen hat dies beträchtliche wirtschaftliche Folgen, die teilweise existenzgefährdend sind. Aber wenn es derzeit echte Helden unter uns gibt, dann sind es unter anderem die Altenpflegekräfte! Das meint zumindest die Kleinkunstbühne Mons Tabor und bietet diesen Freikarten für die hoffentlich in diesem Jahr noch stattfindenden Weltmusikkonzerte im Rahmen der 25. Reihe von „Musik in alten Dorfkirchen“ an. Sozusagen als kleinstmögliche Anerkennung von Kulturschaffenden für Sozialschaffende! 

Politik und von Balkonen und aus Fenstern applaudierende Menschen wissen, welchen Dank sie unter anderen den Beschäftigten in Altenpflegeheimen schulden. Dabei werden diese wegen der oft grenzwertigen Arbeitsbedingungen und wenig motivierenden Löhnen oft selbst zum Pflegefall – sie ruinieren nicht selten ihre Gesundheit für die ihnen anvertrauten alten Menschen. Und nun müssen sie auch noch mit der Pandemie und den Besuchsverboten für Angehörige klarkommen.

Das Jahr hat für uns so toll begonnen mit zwei wunderbaren ausverkauften Gastspielen von Mathias Tretter bei KABARETT AM GELBACH in Ettersdorf. Dann mußten wir leider die 27. WESTERWÄLDER KABARETTNACHT vor 2 Wochen in Oberelbert absagen: aber die Solidarität unserer Besucher/innen war grandios und viele haben den Preis ihrer Eintrittskarte gespendet, damit es bei uns nach Corona weitergehen kann. Danke, danke, danke! Immerhin müssen wir bis Juni 15.000 € zusammen kriegen für dringend benötigte Ersatzinvestitionen in unsere Tonanlage!!! Das ist sozusagen „alternativlos“. Aber mit Unterstützung unseres Publikums, Sponsoren, Stiftungen und öffentlichen Zuwendungsgebern kriegen wir das schon irgendwie hin. Dann kann es mit großer Motivation und noch besserem Klang hoffentlich bald weitergehen!

Und so es nach Corona wieder anlaufen: als Beitrag zum KULTURSOMMER Rheinland-Pfalz geht die Weltmusikreihe „Musik in alten Dorfkirchen“ bereits ins 25. Jubiläumsjahr. Und diese übertrifft alles, was die Weltmusikfans in 24 Jahren im Westerwald erleben durften: es kommen nur absolute Hochkaräter aus Portugal, Afrika, Südamerika, Irland und eine aufstrebende europäische Klezmer-Band.  Leider musste der Start am 3.5. mit der großartigen Sharon-Shannon-Band aus Irland bereits abgesagt werden – wurde aber für den 9.5.2021 bereits neu terminiert. Bis zum Abschlusskonzert am 4.10. mit Chango Spasiuk und Band aus Argentinien finden weitere 3 Konzerte statt – davon am 19.7. eines mit den Dancas Ocultas aus Portugal in Neuhäusel.

Das ist überwältigend! Gemeint ist das Ergebnis einer „Kartenspendenaktion“, zu der die Kleinkunstbühne Mons Tabor aufgerufen hatte, nachdem sie die zweitägige 27. Westerwälder Kabarettnacht in Oberelbert am vergangenen Wochenende hatte absagen müssen. Neben dem anfänglichen Frust überwiegt nun bei den Verantwortlichen die Hoffnung: Grund dafür ist die Solidarität der vielen Kabarettfans, die fast alle den Kartenpreis oder zumindest einen Teil davon gespendet haben, damit die Bühne in der Nachcoronazeit ihre ehrenamtliche und in der Region fest verwurzelte Kulturarbeit fortsetzen kann. Wie schon seit 33 Jahren!

Auf diese Solidarität in Zeiten, in denen bei zu vielen Mitmenschen offensichtlich das Augenmerk noch eher auf die Deponierung von Klopapier gerichtet ist, sind die „Kleinkünstler“ dringend angewiesen. Denn ihre eigene mobile Ton- und Lichtanlage ist in die Jahre gekommen und muss teilweise ersetzt werden – verbunden mit einem Investitionsbedarf von fast genau 15.000 €. Ohne diese kurzfristig anfallenden Anschaffungen kann die Bühne ihre durchweg hochwertigen Konzerte, Festivals und Kabarettveranstaltungen nicht in der gewohnten Qualität fortsetzen. Diese erwarten sicher auch künftig alle regelmäßigen Veranstaltungsbesucher/innen sowie die Werbepartner und Sponsoren.  Alle Mitglieder der Kleinkunstbühne sind sich deshalb darin einig: wenn es bei einer Sache keine Kompromisse geben kann, dann bei dem hohen Niveau der Veranstaltungen!

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